das-interview


Adrian Falk
( Musikalischer Lebensweg ) imMärz 2009


Wann hatten Sie die erste Berührung mit der Musik?
Schon als Kind sang ich im katholischen Knabenchor  lateinische Messen.
Sollte zu den Regensburger Domspatzen wechseln,
doch es kam alles anders.

Wer schreibt für Sie all die schönen Lieder?
Ich schreibe meine Texte alle selbst. Einer meiner Komponisten ist Franz Halmich,
ein ehemaliger „Flipper“, der unter anderem mit „Weine nicht kleine Eva“ riesige Erfolge feierte.

.
Woher nehmen Sie die Ideen für ihre Titel?
Es sind Wünsche, Träume, Sehnsüchte, aber auch Erlebtes aus dem Alltag,
was sich in meinen Titeln widerspiegelt.

Was machen Sie, wenn sie einmal nicht auf der Bühne stehen?
Ich versuche zu relaxen. Mache das, was eigentlich jeder privat so macht. Spüle und trockne daheim auch mal ab.
Schau im Haus nach dem Rechten. Kümmere mich um meine Tiere. Verbringe viel Zeit am Computer,
den ich so leidlich zu bedienen weiß. Gehe oft im nahen Wald oder am Rhein spazieren.

Was mögen Sie an ihrem Beruf am wenigsten?
Kollegen, die nicht live singen können.

Was mögen Sie an ihrem Beruf am meisten?
Den Beifall des Publikums.

Nennen Sie eine „Ihrer“ kleinen Leidenschaften?
Gummibärchen.

Welche Dinge würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen?
Wenn es nur Dinge sein sollen, dann eine Gitarre!
Ansonsten vor allen Dingen meine Frau Martina.

Wer sind die wichtigsten Menschen in ihrem Leben?
Wiederum meine Frau Martina und meine Kinder. – Einfach meine ganze Familie.

Welchen Berufswunsch hatten Sie, als Sie noch ein Kind gewesen sind?
Zunächst wollte ich Förster werden; der Schwarzwald war so nah
dazu hatte ich noch meine zahmen Tiere wie: Rabenkrähe „Jakob“, Rehkitz „Liesl“ und alle die Habichte und Falken,
die ich betreuen durfte. - Später hatte ich nur noch eines im Kopf: Schlagersänger.

Gibt es besondere Lieblingsspeisen?
Saftige Hausmannskost wie Sauerbraten mit Knödln, gekochtes Rindfleich mit Meerrettichsoße
aber auch an in Riesling gedämpftem Lachs auf Blattspinat gehe ich ungern vorbei.
Kein Wunder: Bin ich doch gelernter Küchenmeister.

Haben Sie Zeit für Hobbys? Wenn ja, welche sind das?
Bis vor ein paar Jahren war eigentlich Singen und Texten mit gelegentlich, öffentlichen Auftritten mein Hobby.
Nachdem dann mein Hobby zum Beruf wurde, gehe ich noch gerne schwimmen,
saunieren und spazieren, auch ab und zu mal faulenzen gehört für mich dazu.

Wovor haben Sie Angst?
Ich habe die größte Angst vor der weiteren Zerstörung unserer Umwelt.

Haben Sie Angst vor dem Alter und vor der Zukunft?
Ich habe weniger Angst vor dem Alter als vor der Zukunft.
Mit der Zukunft meine ich die Zukunft unserer Kinder
und kommender Generationen für die wir die Verantwortung tragen.

Worauf möchten Sie nie verzichten?
Auf die Liebe meiner Familie.

Worauf freuen Sie sich gerade?
Auf den erwachenden Frühling, den nahen Sommerwind am Baggersee,
auf den kommenden Urlaub auf unserer Lieblingsinsel und auf meine nächsten Auftritte.

Ihr Lebensmotto?
Nur Liebe zählt.

Ihr liebstes Urlaubsziel?
Kanarische Inseln und dort speziell: Fuerteventura mit seinen weiten Stränden.

Was ist für Sie Glück?
Manchmal brauch man wenige Worte, manchmal viele Sätze,
manch einer ein ganzes Buch um Glück zu erklären.
Ich würde sagen: Glück ist relativ -  abhängig davon, wovon man es abhängig macht.

Haben Sie Ziele?
Wer keine Ziele mehr hat - hört auf zu leben. – Ganz so eng sehe ich es nicht.
Sicher habe ich noch Ziele. Im musischen Bereich heißt das:
Solange ich auf der Bühne noch Menschen erreiche und ihnen etwas geben kann,
solange werde ich sie betreten.

Wie würden Sie sich selbst charakterisieren?
Das ist sehr schwer, weil man sich selbst kaum objektiv beurteilen kann.
Ich würde sagen: Zu meiner recht ehrlichen, großzügigen und verlässlichen Art
gesellt sich zeitweilig eine gewisse Eitelkeit mit Hang zum Genießen,
verziert mit einem gehörigen Schuss Lebensfreude.
Manch einer würde dazu bemerken: „s`menschelt halt au bei dem“.

Haben Sie Lampenfieber, wenn ja, wie gehen Sie damit um?
Sicher habe ich Lampenfieber – Es vergeht meist nach den ersten Takten Musik.

Wie sind Sie zur Musik gekommen?
Nachdem es mit den Domspatzen nicht geklappt hat ( Ich hätte es auch vor Heimweh nicht ausgehalten!),
kamen auf mich als junger Mann verschiedene Talentausscheidungen der „Hansa-Musikproduktion - Berlin“ zu,
eigentliche Vorreiter der heutigen „Castings“ . Ich erreichte auch verschiedene Plattenverträge nebst 2 Single-Schallplatten
unter anderem Namen. - Heute bin ich daran, mir meinen Traum zu erfüllen.

Was war Ihr schönstes Erlebnis?
Ich hatte schon viele schöne Erlebnisse, doch im musikalischen Bereich fällt mir
spontan mein Mitternachtsauftritt als „special-gast“ vor erlesenem Publikum im „Club Aldiana“ - Senegal ein.
Für mich damals ein persönlicher Triumph: Unter anderen musste mir,
dem Nowbody  der Lead-Sänger der Gruppe „Wind“ , etwas verschnupft, da er sich nicht qualifiziert hatte,
neben Hunderten von Zuschauern zuhören. 
Übrigens: Dort reifte in mir der Gedanke einer eigenen CD.

Bekommen Sie viel Fanpost?
Erhalte tatsächlich sehr viel Fan-Post und Autogrammkarten-Wünsche.
Habe mir dafür im vergangenen Jahr eine echt "gute Fee" angelacht
und zwar die bekannte Schlager-und Volksmusikliebhaberin Sabine Heim.
Sie erfüllt nun die Wünsche der Fans, seien es Mail-Antworten oder Kartenwünsche
und hält zusätzlich alle mit den aktuellen Neuigkeiten auf ihrer Homepage auf dem Laufenden.
Bei ihr liegen meine Freunde und Fans richtig und ich kann nur immer wieder "danke" sagen.


Wie gehen Sie mit Misserfolgen um?
Natürlich bin ich zunächst mal enttäuscht.  Doch versuche ich mich anschließend
sehr schnell wieder hoch zu ziehen, versuche die Sache so gut es geht zu verdrängen,
indem ich wieder nach vorne schaue und mir jene bekannten neuen Ziele setzte.
Wichtig dabei ist, dass man in solchen Situationen nicht alleine da steht und somit habe ich mit meiner Familie,
meinen Freunden und Bekannten sehr viel Glück.

Würden Sie gern einmal an einem Grand Prix teilnehmen?
Wie bei fast jeder Interpretin oder Interpret, so war und ist es auch für mich
immer noch der Traum daran teilzunehmen. Leider  ist der Austragungsmodus nicht mehr der,
wie er früher war. Heute singen bis auf wenige Ausnahme alle englisch,
was eigentlich sehr schade ist. – Ein guter Titel setzt sich in jeder Sprache durch.

Mit wem würden Sie gern einmal im Duett singen?
Mit Claudia Jung oder Andrea Berg.

Was planen Sie für die Zukunft?
Ein Buch schreiben.

Haben Sie Träume, Hoffnungen und Wünsche?
Träume und Hoffnungen habe ich noch viele.
Ein etwas ungewöhnlicher Wunsch beschäftigt mich jedoch schon seit Jahren hin und wieder:
Ich würde gerne bei einer Veranstaltung, sei es ein Boxkampf, ein Fußball-Länderspiel oder dergleichen,
ob mit oder ohne Begleitmusik, ob unter freiem Himmel oder in einer Halle,
vor großem Publikum live die deutsche National-Hymne singen.

Wie ehrlich haben Sie diese Fragen beantwortet?
Verdammt ehrlich.

Was hast Du in naher Zukunft vor?
Ich möchte meine weiteren Lebensabend mit Musik,
meiner Familie und echten Freunden  verbringen.
Habe vor noch ein paar Titel aufzunehmen und zu veröffentlichen;
ohne Leistungsdruck einfach so...im Moment ist mein Produzent dabei,
mir einen Song und dieses Mal im Disco-Fox-Rhythmus aufzuzwingen
mit dem lockeren Titel „Solange wir noch jung sind“...ob er mich da meint?...keine Ahnung,
der wird doch wohl nicht glauben, dass ich ewig lebe...


powered by Beepworld